De Bibl auf Bairisch

Dyr Laux 11:1-12 De Bibl auf Bairisch (BAI)

1. Iewet gabett dyr Iesen eyn Ort; und wie yr dyrmit förtig war, gabitt n ainer von de Jünger: "Herr, bring üns s Bettn bei, wie s schoon dyr Johanns yn seine Kebn gleert haat!"

2. Daa gsait yr ien: "Also, naacherd bettß yso: 'Vater, dein Nam ghoert gheiligt. Dein Reich sollt kemmen.

3. Gib üns töglichs Tags dös Broot, dös wo myr brauchend.

4. Und vergib üns ünserne Sünddn, denn aau mir erlaassnd yn aynn Iedn, was yr üns schuldig ist. Und nit verlaitt üns in Anweigung.'"

5. Dann gsait yr zo ien: "Angnummen, ainer von enk haat aynn Freund, und zo dönn geest mittn bei dyr Nacht hin und fraagst n: 'Freund, leih myr diend dreu Brooter!

6. Waisst, ayn Gspan von mir ist auf dyr Rais gan mir kemmen, und ietz kan i iem nix anbietn.',

7. antwortt naacherd der Man drinn öbby?: 'Laaß myr mein Rue; zuegspörrt ist, und de Kinder schlaaffend bei mir. I kan nit aufsteen und dir öbbs göbn!'

8. Also, +i main halt: Wenn yr schoon nit dösswögn aufsteet und dir dös erfüllt, weilst sein Freund bist, naacherd steet yr weenigstns auf, weilst so eingröbig bist, und gibt dyr, wasst brauchst.

9. Drum sag i enk: Bittß, dann werd enk aau öbbs göbn; suechtß, dann finddtß is aau; klopftß an, und es werd enk aufgmacht!

10. Ja, wer bitt, der kriegt aau öbbs; wer suecht, der finddt s; und wer anklopft, yn dönn werd aufgmacht.

11. Older ist bei enk ayn Vater, wo yn n Buebn ayn Schlang gibt, wenn yr um aynn Fish bitt,

12. older aynn Schorpn, wenn yr ayn Ai mechet?