De Bibl auf Bairisch

De Zalrach 5:16-31 De Bibl auf Bairisch (BAI)

16. Dyr Priester bringt s dann einhin und stöllt s vor n Herrn hin.

17. Er nimmt aynn Daglhafen mit Weihwasser und straeut ayn Weeng aynn Staaub von n Bekemmzelttbodm einhin.

18. Dann stöllt dyr Priester dös Weib vor n Herrn hin, loest iem d Haar und übergibt iem dös dyrsaite Eiferopfer zo n Höbn. Önn Hafen mit dönn Wasser, dös wo Schmerz und Fluech bringt, haltt yr selbn.

19. Aft beschwört dyr Priester dös Weib: "Wennst mit kainn Andern was ghaat haast und nit untreu und unrain wordn bist, dann tuet dyr dös Fluechwasser nixn.

20. Haast aber doch mit aynn andern Man als wie dönn deinn was ghaat und bist dyrdurch unrain wordn" -

21. und ietz kimmt dyr Fluech, dönn wo dyr Priester ausspricht -, "ja, dann müg dyr Herr göbn, däß di deine aignen Leut als Beispil zo n Verfluechen und Verwünschn hernemend. Dein Fruchtbarkeit schwinddt dyrhin, und dein Bauch sollt dyr aufschwölln.

22. Hinst eyn s Ingwaid dringt dyr dös Fluechwasser ein, däß dyr dyr Bauch aufschwillt und dein Fruchtbarkeit dyrhingeet." Und s Weib sollt drauf antwortn: "Yso sei s, amönn."

23. Dyr Priester schreibt die Flüech nider und wischt de Buechstabn eyn s Schmertzwasser einhin.

24. Aft gibt yr yn n Weib dös Fluech- und Schmertzwasser z trinken, däß s iem eindringt und, wenn s ist, närrisch wee tuet.

25. Dyr Priester nimmt irer s Eiferopfer ab, schwingt s vor n Herrn dar und lögt s eyn n Altter aufhin.

26. Von dyr Opfergaab nimmt yr önn Denktail, brennt n auf n Altter dar, und dann eerst laasst yr yn n Weiberleut dös Wasser trinken.

27. Kaaum haat s dös Wasser trunken, kimmt s auf. Ist s unrain und untreu wordn, dringt irer s Wasser ein und tuet närrisch wee. Ir Bauch gschwillt an, und mit irer Fruchtbarkeit ist s aus, yso däß allsand Leut sagnd: "Yso schaugt ayn Verfluechte aus!"

28. Ist aber nix dran, gschieght irer nix, und Kinder kan s aau non kriegn.

29. Dös ist also s Eifersuchtsgsötz, wenn ayn Weib untreu und unrain werd,

30. older wenn iednfalls dyr Man boeswaenig wordn ist. Dann laasst yr s vor n Herrn trötn, und dyr Priester verfart naach dönn Gsötz.

31. Dyr Man ist dann aus n Schneider, aber s Weib mueß für d Schuld büessn.