De Bibl auf Bairisch

De Künig B 4:16-34 De Bibl auf Bairisch (BAI)

16. Drauf schlueg irer dyr Elysäus dar: "Auf s Jaar gaast aynn Sun hertzn." Is aber gentgögnt iem: "Aber kimm, Man Gottes, mach diend kaine sölchern Witz nit mit mir!"

17. Aber dö Frau empfieng; und auf s Jaar, netty wie s dyr Elysäus ankündigt hiet, gebar s aynn Buebn.

18. Wie dös Kind schoon ayn Weeng groesser war, gieng s iewet zo n Päpp zo de Ärnterleut danhin.

19. Urbyrig gjaemert yr: "Ou, mein Kopf, mein Kopf!" Daa gschafft dyr Vater yn aynn Knecht an: "Trag n zuehin zo seiner Mueter!"

20. Dyr Knecht naam n her und brang n irer zuehin. Hinst Mittag laag yr irer non auf dyr Schooss, und dann starb yr.

21. Ietz gieng s eyn d Hoeh aufhin eyn n Gotsman sein Kammer, glögt s Kind daadl eyn s Bött hin, gspärrt zue und gieng aushin.

22. Drausst schrir s yn irn Man und gabitt n: "Schick myr diend aynn Knecht und aynn Ösl! I mech grad zo n Gotsman umhin und bin schnell wider daa."

23. "Aber was mechst n +heint von iem?", gfraagt yr s. "Heint ist decht kain Neumaand older Sams!" Is aber gsait grad non: "Pfüett di!",

24. gsatlt önn Ösl und gschafft yn n Knecht an: "Treib n non gscheid an, nit däß yr non steenbleibt aau; men Sach, i saget dyr s!"

25. Yso rit s furt und kaam zo n Gotsman eyn n Kärml aufhin. Wie yr s von dyr Weitn saah, gsait yr zo seinn Diener Gehysi: "Dös ist ja dö Schunemerinn!

26. Laauf irer zgögn und fraag s, ob s irer guet geet, und yn n Man und yn n Kind aau!" Daa gantwortt s aft: "Ja, pässt schoon."

27. Wie s aber zo n Gotsman eyn n Berg aufhinkaam, ghöngt si si eyn seine Füess anhin. Dyr Gehysi haet s wögggrissn dyrvon, aber dyr Gotsman gwört ab: "Nän, laaß s non; seghst y, däß s ganz dyrgheit ist! Aber dyr Trechtein haat s myr verborgn, was loos ist."

28. Drauf gsait s: "Haet i di iemaals um aynn Sun bitt, mein Herr? Haan i nit +glei gsait, du sollst myr kaine falschn Hoffnungen machen?"

29. Dyr Elysäus befalh yn n Gehysi: "Richt di zamm, nimm meinn Stab und gee zue, aber schnell! Und verrädsch di nit bei n Grüessn unterwögs! Lög meinn Stab yn n Kind eyn s Gsicht aufhin!"

30. Aber yn n Kind sein Mueter gsait: "So waar dyr Herr löbt, und so waarst du löbst: Du geest aau mit!" Daa stuendd yr auf und gieng mit irer mit.

31. Dyr Gehysi war vorausglaauffen und hiet yn n Kind önn Stab auf s Gsicht aufhinglögt, aber es grüert si zamtdönn nixe. Drum lief yr zo n Gotsman zrugg und gabrichtt iem: "Nix ist; dös Kind ist nit wider aufgwacht."

32. Wie dyr Elysäus eyn s Haus einhinkaam, laag dyr Bue toot auf seinn Bött.

33. Er gieng einhin eyn de Kammer, griglt hinter sir und yn n Buebn zue und gabett zo n Trechtein.

34. Dann glögt yr si eyn s Bött einhin und über n Buebn überhin, mit seinn Mäul auf n Buebn dönn seinn, mit seine Augn über dene von n Buebn und mit seine Höndd auf iem seine Höndd. Wie yr si yso über dös Kind dyrhingströckt, wurd dyr Kerper von n Kind draufer wider warm.