De Bibl auf Bairisch

De Bschaffung 40:1-15 De Bibl auf Bairisch (BAI)

1. Ayn Zeit spaeter gstöllnd dyr Trucksaess und dyr Hofböck bei ienern Herrn öbbs an, yn n Künig von Güptn.

2. Daa wurd dyr Färg änddig über seine zween Kömmerer, önn Trucksaessn und önn Hofpfister.

3. Er ließ s einspörrn in n Haus von n Leibwachgöbl, in derer Keichen, daa wo aau dyr Joseff ghaltn wurd.

4. Dyr Leibwachgöbl trueg yn n Joseff iener Bedienung auf. Wie s ayn Zeit lang eingspörrt warnd,

5. hiet ayn Ieder von ien aynn Traaum. Dyr Trucksaess und dyr Hofböck von n Künig von Güptn, wo in dyr Keichen gfangen warnd, hietnd in dyr nömlichnen Nacht aynn Traaum, der wo für iener weiters Löbn bedeuttsam war.

6. Eyn dyr Frueh kaam dyr Joseff zo ien und gakennt s ien an, däß s dyrgheit warnd.

7. Daa gfraagt yr de Kömmerer, wo mit iem in seinn Herrn seinn Haus eingspärrt warnd: "Warum schaugtß n heint gar so finster drein?"

8. Sö gantwortnd iem: "Üns haat öbbs traeumt, aber es ist niemdd daa, der wo üns dös bschainen kan." Daa gsait ien dyr Joseff: "Ist n de Traaumdeuttung nit yn n Trechtein sein Sach? Verzöltß myr s halt!"

9. Drauf gyrzölt dyr Trucksaess yn n Joseff seinn Traaum: "Also, in n Traaum saah i vor meiner aynn Weinstok.

10. Daa dran warnd drei Rebn; und es war myr, als trib yr Knospnen. Aft gablüet yr, und schoen staet wurdnd de Börl zeitig.

11. I ghab yn n Färgn seinn Böcher eyn dyr Hand. I naam de Börl, gadruck s eyn n Böcher drinn aus und gaab yn n Färgn önn Böcher eyn d Hand."

12. Daa spraach dyr Joseff: "Dös kan i dyr sagn: De drei Rebn seind drei Täg.

13. Non drei Täg, aft gaat di dyr Färg kemmen laassn und di wider eyn dein Ampt einsötzn. Du gaast yn n Färgn önn Böcher raichen, wiest ys halt früeher als sein Trucksaess aau taatst.

14. Und i bittet di, denk an mi, wenn s dyr guetgeet, und tue myr aft aynn Gfalln: Verzöl dös von mir yn n Färgn, und schaug, däß i aushinkimm!

15. Sö habnd mi nömlich aus Hebern graaubt, und aau daa herent haan i nix Unrechts taan, mit was i myr s Gföngniss verdient haet."